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Samstag, 31. März 2018, 16:26

Das Leben stirbt - weltweit

SONNENSEITE
27.03.2018

Das Leben stirbt - weltweit

Zum ersten mal hat die UNO (IPBES) einen Bericht zum weltweiten Artensterben vorgelegt,
einen Biodiversitäts-Bericht.
Ein Kommentar von Franz Alt

Ergebnis: Weltweit stirbt das Leben

*
In Nord- und Südamerika hat sich die ökologische Belastung sei 1960 verdoppelt.
Deshalb sind 40% aller Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht.
17% des Amazonas-Regenwaldes sind bereits abgeholzt.
Seit der europäischen Besiedlung sind 95% der Prärielandschaften
in Agrarland und in Agrarwüsten verwandelt worden.

* In Europa und in Zentralasien sind die Fischarten um 71% zurückgegangen,
um 60% in den letzten 10 Jahren.
Seit 1990 ist der Wasserbestand um 15% gesunken.

* In Deutschland sind in den letzten 20 Jahren die Insektenarten um zwei Drittel reduziert worden.

* In Afrika südlich der Sahara hungern 25% der Bevölkerung.
50% der Vögel- und Säugetierarten werden durch den Klimawandel bis zum Jahr 2.100 verschwinden.

* Asien/Pazifik: 13% des Waldes sind bereits verschwunden,
37% der Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht.
Acht von zehn Flüssen weisen die höchste Plastik-Belastung auf.
Ab dem Jahr 2048 gibt es keine nutzbaren Fischbestände mehr.

Die Studie weist nach, dass der Raubbau nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische Katastrophen
zur Folge haben wird.
In Nord- und Südamerika sei die Leistung der Natur so hoch wie die des Bruttosozialprodukts.

Hunderte Millionen Menschen in Afrika und Asien sind abhängig von der Leistung der Natur
und auf funktionierende Ökoleistungen angewiesen.

Ohne Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch sowie ohne rasche solare Energiewende,
ohne ökologische Verkehrswende und ohne biologische Landwirtschaft
werden wir keine Wege aus der selbstverschuldeten Öko-Krise finden, in die wir uns manövriert haben.

Die erste und vernünftigste Maßnahme muss heißen:
Weniger Waffen, mehr Klima- und Umweltschutz,
mehr Bildung und weniger Panzer und Bomben.

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Ist eine Sache einmal verdorben, so nutzt es nichts mehr, im Nachhinein mit "Liebe" und "Pflicht" herumzufuchteln. (lieh-tzu)
Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will. (Albert Schweitzer)