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Freitag, 15. Juli 2016, 14:17

Edel Handaufzucht und Naturbrut vergesellschaften

Wir haben einen etwas über zwei Jahre jungen Solomonen Hahn. Es ist eine Handaufzucht. Nein, wir haben nicht geplant nach einer Handaufzucht gesucht.
Wenn wir es mal ganz genau nehmen, haben wir nicht mal nach einem Papagei gesucht. Er ist als Notabgabe bei uns gelanden. Natürlich sollte er nicht alleine bleiben.
Er ist total auf mich fixiert. So bald ich in der nähe bin, geht er auch zu niemand anderen. Es ist aber nicht so, als würde er immer bei mir sein. Er fliegt quer durch die ganze Wohnung,
macht aber immer wieder bei mir einen Zwischenstop. Nun ja, seit gut einem Monat lebt jetzt die Henne Ruby bei uns. Sie ist etwas über drei Jahre alt. Da sie keine Handaufzucht ist,
ist sie eher sehr schüchtern. Ich kann sie zum Freiflug mit der Hand aus der Voliere holen. Aber das war es auch schon. Sie klettert auf meine Hand und ich nehme sie raus. Auch kann ich sie dann an der Brust streicheln. Bei ihr siehr man sehr gut wenn sie es nicht will. Sie beisst nicht sofort zu, sondern tickt einen erst mal nur mit dem Schnabel an. Dann höre ich auch sofort auf. Wenn sie wieder in ihre Voliere soll, muß ich sie mit einem Sonnenblumenkern auf die Handlocken. Ist sie auf der Hand, bekommt sie den Kern. Wenn sie dann in der Voliere ist, bekommt sie als Belohnung noch einen. Romeo natürlich dann auch. Soll ja keine Eiversucht geben. So, wir haben eine 2 x 2 x 1m. Voliere in der Wohnung. Sie ist voll ausgestattet aber noch unbewohnt. Romeo und Ruby Teilen sich momentan eine kleine Voliere mit Trenngitter. VOn Anfang an, sitzen die zwei nebeneinander und schnäbeln miteinander. Auch gehen beide gleichzeitig zum Futter. Manch mal kaut Romeo sein Gemüse zu Brei welcher dann am Schnabel klebt und läßte Ruby es vom Schnabel futtern. Das sah erst alles sehr gut aus. Wir haben sie dann das erste mal zusammen in der Wohnung fliegen lassen. Leider scheucht Romeo die Kleine durch die ganze Bude. Sie wehrt sich absolut nicht. Wenn er nur in ihre Richtung fliegt, flüchtet sie. Manch mal knurrt Romeo beim Anflug wie er es macht wenn er wild am Spielen ist. Wir haben die zwei dann wieder getrennt in die Voliere gesetzt. In der Voliere ist wieder alles beim alten. Nun kommt etwas neues hin zu. Romeo sizzt am Trenn gitter und Ruby schaut in seine Richtung geduckt mit zuckenden leicht hängenden Flügeln. Manch mal zucken die Flügel nur leicht aber manch mal auch sehr heftig. Wir wissen es nicht richtig zu deuten. Normal würde ich sagen, Edels machen das wenn sie vor etwas Angst haben. Aber dann würde Romeo ja nicht an das Trenngitter zu Romeo gehen, sondern auf die andere Seite der Voliere. Romeo hält ihr auch neuerdings manchmal den Kopf ans Gitter. Sie knabbert ihn ganz vorsichtig an. Nun ja, heute habe ich dann gesehen, dass Romeo am Kopf kleine Federkiele hat. Schaut so aus, als wenn Rubi die kleinen Federchen direkt überm Schnabel und Kopf von Romeo abgeknabbert hat. Heute haben wir es zum vierten mal versucht die zwei zusammen fliegen zu lassen. Aber wieder das alte Spiel. Romeo versucht Ruby zu jagen. Wir hatten sie zu Anfang auch schon in die neue Voliere gesetzt, weil sie Neutraler Boden ist. Diese Voliere war ja für beide neu. Aber auch da das gleiche Spiel. Es ist uns klar, dass es bei Großpapageien ewig dauern kann, aber wir sind total verwirrt, was Ruby mit ihrem Verhalten sagen will. Wir wollen nicht züchten. Es würde uns schon reichen, wenn die beiden ohne Stress zusammen in der neuen Voliere leben würden. So, ich denke jetzt habe ich erst mal genug geschrieben und hoffe auf viele Meinungen von Euch. Ach ja, diese Orangenen Näpfe hängen nicht mehr an dieser Stelle. Es sind die Wassernäpfe. Romeo hat ständig versucht der Ruby Wasser zu geben. Der Boden war immer überflutet.

LG
Michi
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Freitag, 15. Juli 2016, 19:20

Hallo Michi,
aus der Ferne schwer zu beurteilen.
Ich vermute, dass Romeo die ganze Wohnung als sein Revier ansieht und es gegen Ruby verteidigt.
Und Ruby ist noch nicht selbstbewusst genug um sich zu wehren.
Ich würde die Beiden noch getrennt frei fliegen lassen,
damit auch Ruby die Wohnung nach und nach als ihr Revier ansieht.
Nach nur 4 Wochen kannst Du keine Wunder erwarten.
Das dauert noch und Du brauchst viel Geduld.
Für Romeo ist es eine große Umstellung.
Hast Du die Möglichkeit die große Voliere mit einer Trennwand zu versehen?
Aber schön, dass sie sich grundsätzlich gut verstehen.
Da habt Ihr wirklich Glück gehabt.
Also ganz viel Geduld, das wird schon.
LG Hazel

aglaia

Vogelfreund

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Wohnort: Bremen

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Freitag, 15. Juli 2016, 21:40

Ja das sehe ich auch so.

Eifersucht und entsprechende Übersprungsreaktionen sind es vielleicht " jetzt nur noch" ??

Er kennt/hat sein Revier und sie ist nun in einer völlig neuen Umgebung mit anderen Menschen. Und die Vögel hocken hinter Gittern (!)... . Das ist s e h r viel und bedrückend für Beide!!
Wenn sie aus der Voliere darf und in sein Revier fliegt, dann muss er hinter Gittern sitzen... . Ui, das ist nicht gut! Und dann das alles bei Menschen... !!!

An anderer Stelle hier schrieb ich mal unsere Empfehlungen über eine Zusammenführung bei Papageien ausführlicher.

Dennoch hier kurz: Einen Raum (und sei es ein Badezimmer) total als Vogelraum gestalten (Tipps siehe: www.papageienschutz.de) und ohne Käfige natürlich. Gittermatte vor`s Fenster, Fenster auflassen, 2 Fressplätze weit auseinander, Äste auf Zöpfe aus 100% Baumwollbettzeug - ohne rot - mit Sisalband binden, 2 Babynachtlichter in die Steckdosen.... Dann beide Papageien z u g l e i c h in den Raum tun! Und ab sofort versorgt ausschließlich eine ihnen fremde Person die Vögel, ohne sie zu beachten, bis diese ein Paar sind.

Die Tiere brauchen Platz, viel viel Platz und Rückzugsmöglichkeiten, keine Gitter... !! Es sind Wildvögel, die zig Kilometer fliegen könnten und niemals in Gefangenschaft gehören!! Auch da sind sie keine Kuscheltiere !!!

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