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Donnerstag, 28. Juni 2018, 18:43

Neue Aktion: Insektengifte? Nicht schon wieder!

Umweltinstitut München e. V.



Insektengifte? Nicht schon wieder!

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

es ist kaum zu glauben:
Während alle Welt vom Insektensterben redet, könnten schon bald neue Insektengifte zugelassen werden.
Sie sollen die erst kürzlich im Freiland verbotenen Neonicotinoide ersetzen,
obwohl sie ähnlich gefährlich für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge sind.
Diese drohende Gefahr für unsere Insektenwelt müssen wir unbedingt abwenden!


Ginge es nach dem zuständigen Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL),
dürften wir eigentlich gar nicht wissen, dass neue Insektizide auf den Markt kommen sollen.
Denn schon allein die Information, ob Zulassungsanträge vorliegen,
hält die Behörde für ein Geschäftsgeheimnis der Chemiekonzerne.
Diese Geheimniskrämerei wollten wir nicht hinnehmen und haben dagegen geklagt.
Mit Erfolg:
Die Behörde musste uns Auskunft geben, ob solche Anträge eingereicht wurden.

Die Informationen, die wir nun erhalten haben, bestätigen unsere Befürchtungen:
Schon im August könnten erste Pestizidmischungen mit dem Wirkstoff Flupyradifuron auf den Markt kommen.
Und weil sich die Regierung im Bundestag verplappert hat, wissen wir außerdem, dass für zwei weitere Wirkstoffe
- Sulfoxaflor und Cyantraniliprol -
Zulassungsanträge vorliegen.

Die Bundesregierung muss jetzt aus den Fehlern lernen, die mit der Genehmigung der NeUonicotinoide gemacht wurden.
Angesichts des alarmierenden Insektensterbens wäre es völlig verantwortungslos,
diese neuen Gifte auf den Markt zu bringen!

Umweltministerin Schulze (SPD) und Agrarministerin Klöckner (CDU) werden nicht müde zu beteuern,
dass sie das Insektensterben aufhalten wollen. Das müssen sie jetzt beweisen:


Mit herzlichen Grüßen,
Ihr Team des Umweltinstitut München
Ist eine Sache einmal verdorben, so nutzt es nichts mehr, im Nachhinein mit "Liebe" und "Pflicht" herumzufuchteln. (lieh-tzu)
Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will. (Albert Schweitzer)

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