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Mittwoch, 8. November 2017, 10:13

Edelpapagei Happy rupft sich

Hallo liebe Community,

Mein Name ist Vanessa und wir haben zu Hause ein edelpapagei. Als allererstes möchte ich feststellen dass ich hier keinen Shitstorm bekomme, da ich wirklich Hilfe für das Tier Suche.
Also:

Unser Edelpapagei Happy rupft sich. Wir waren selbstverständlich schon beim Tierarzt, der allerdings sagt er ist gesund. (Bluttest, keine Organschwäche, Milben ect)

Als wir ihn gekauft haben sind wir zuerst zu einer papageien Beratung gegangen wo er auch geschlüpft ist. Dort haben wir Basis Trainings gelernt Verhalten, Erziehung, Umgang, Futter.
Dort wurde uns geraten die Flugfedern zu kürzen.

Hier ein paar Details:
• Edelpapagei (männlich, allein) er ist 2 1/2 Jahre alt.
• Futter: Fruchtpellets, Obst, Wasser
• Haltung: Grosser Käfig, während wir arbeiten sind, Radio dabei an. Sind wir zu Hause lassen wir Ihn direkt raus (sein Spielplatz, mit uns sitzen, rumlaufen, Übungen)
• Ca 3 h am Tag alleine (ich arbeite abends, mein freund morgens)
• Mein Freund ist sein Halter und er gehorcht ihm gut, er ist auch sehr schlau und spricht viel!
• mich beisst er gerne mal und knurrt mich an beim vorbei laufen - ich meide es Ihn zu stören
- Ich denke das ist ein störverhalten? Allerdings wenn er mal nicht seine Launen hat, gehorcht er mir auch fließend
• Flugfedern sind gekürzt
- dies wurde uns geraten von der papageien Beratung bei der wir am Anfang waren - mittlerweile denke ich das war ein Fehler
• Raumtemperatur 23 Grad, regelmässiges duschen/ anspritzen mit Wasser

Seit dem er 1 Jahr ist hat das rupfen begonnen. Da waren wir mitten im Umzug und mein Freund hat kurz alleine gewohnt und ja da war Happy öfter alleine.
Es fing an mit ein paar Federn am Bauch.
Als wir umgezogen sind hat sich die Situation deutlich verbessert, aber jetzt beginnt er wieder damit und ich kann mir nicht erklären warum... er rupft sich die Flügelfedern ganz stummelig.
- Hat er einfach langeweile? Brauch er ein Partner?

Ich denke wirklich es hat etwas damit zu tun dass er kein Partner hat (Ausser Wellensittiche im selben Raum)
Ist es eine Maßnahme sich sozusagen mit einem anderen Papageien zu treffen, für ihn?


Als wir beim Tierarzt waren, hat der Arzt alle Federstummel entfernen lassen, dabei lag er in Narkose. Somit sind sie wieder schön nachgewachsen und er hat sie in Ruhe gelassen.

Jetzt geht das ganze aber wieder von vorne los, es ich habe wirklich Hilfe nötig!

Liebe Grüsse
Vanessa

2

Mittwoch, 8. November 2017, 10:47

Hallo Vanessa,

erst einmal ein "Herzliches Willkommen" bei uns im Forum :) .

Nach Deinen Beschreibungen gehe ich davon aus, daß die Einzelhaltung diese psychischen Probleme mit sich bringt. Ich sage es mal so ganz lapidar: Stell Dir einmal vor, Du als einzelner und alleiniger Mensch müßtest ausschließlich unter Edelpapageien leben - niemals hättest Du Kontakt zu anderen Menschen. Dazu käme, daß Du stundenweise in einem Raum, der so groß ist wie eine Gästetoilette, alleine leben müßtest. Was hätte das schließlich für gesundheitliche Folgen?

Meine Güte, welche Papageien-Beratung rät denn zum Stutzen der Federn und zu Pellets!?

Hier mal ein Link zu einer Diskussion bezüglich Pellets:
https://www.vogelforen.de/threads/1-tag-…tterung.154869/

Da ich mich mit Edelpapageien überhaupt nicht auskenne, rate ich Dir, mal Kontakt zu "Karin G." in den Vogelforen aufzunehmen:
https://www.vogelforen.de/forums/edelpapageien.98/

Gruß
Heidrun
Ist eine Sache einmal verdorben, so nutzt es nichts mehr, im Nachhinein mit "Liebe" und "Pflicht" herumzufuchteln. (lieh-tzu)
Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will. (Albert Schweitzer)

3

Mittwoch, 8. November 2017, 11:24

Hey Heidrun!

Erstmal ein liebes Dankeschön!
Das mit dem stutzen habe ich jetzt auch so oft gelesen und gwhört dass es falsch ist, bin auch geschockt dass uns das geraten wurde.
Aber die (würden) ja nachwachsen, wenn er sich nicht alles abknabbern würde...

Pellets findest du nicht gut?? Das wusste ich nicht, da lese ich nach. Wir haben kernmischung aber er rührt das nicht an. Mit den pellets (fruchtpellets) gab es nie ein problem..

4

Mittwoch, 8. November 2017, 13:38

Hallo Vanessa,

(...)
Pellets findest du nicht gut?? Das wusste ich nicht, da lese ich nach. Wir haben kernmischung aber er rührt das nicht an. Mit den pellets (fruchtpellets) gab es nie ein problem..

könnte es möglich sein, daß Happy von Anfang an Pellets zu futtern bekam und aus diesem Grund Körnerfutter überhaupt nicht kennt?

Hier ist noch ein sehr interessantes Posting zum Thema Pellets:


https://www.vogelforen.de/threads/dr-har…00/#post-753159


Gruß
Heidrun
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5

Mittwoch, 8. November 2017, 14:34

Ich habe ihn gerade doch etwas mit der kernmischung gefüttert, ich habe es sozusagen als Threat gegeben. Für seine Übungen hat er das als Leckerli bekommen und er hat es sehr gut angenommen.
Kann man das einem Papagei als normales Futter geben oder ist das mehr für sie ein genussmittel?

Ich werde auf jeden Fall mehr Körnerfutter nun füttern, Stück für Stück. Aber ich denke dennoch dass es nicht seine Lage zum Federrupfen bessern wird.

Ist es eine Möglichkeit den papageien mit einem anderen papageien zusammenzubringen wie z.b. ein Treffen ab und zu?

6

Mittwoch, 8. November 2017, 16:31

Nein, Vanessa, die Pellets haben natürlich nichts mit dem Rupfen zu tun. Aber eine nicht artgemäße Ernährung bringt über kurz oder lang weitere Probleme. Ich würde gutes Körnerfutter und viel frisches Obst und Gemüse anbieten. Ein Futterlieferant mit sehr gutem Ruf ist "Rico`s Futterkiste". Schau mal, hier bietet er Körnerfutter für Edelpapageien an = klick!

Ein sporadisches Treffen mit anderen Papageien wäre eher belastend als entspannend. Papageien leben ja von Natur aus nicht als Einzelvogel und da Papageien bis auf den heutigen Tag immer noch Wildtiere sind (auch Nachzuchten), benötigen sie all das, was sie auch im Freileben ausleben könnten. Leider können wir ihnen nur in manchen Sachen entgegenkommen - einiges muß leider auf der Strecke bleiben z. B. das viele Fliegen, das sie zur Durchlüftung ihrer Luftsäcke benötigen. Das ist auch der Grund, warum sehr viele Papageien an der Aspergillose (Schimmelpilzerkrankung der Atemwege) leiden. Aber dort, wo wir ihnen entgegenkommen können, sollten wir es tun und dazu gehört u. a. ein fester Partner.
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aglaia

Vogelfreund

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7

Freitag, 10. November 2017, 14:56

Hallo,

die web-site des Papageienschutz-Centrum Bremen e. V. gibt sehr viele Informationen über Papageienhaltung/Ernährung für Papageienbesitzer !
Sehr viele Texte - teilweise auch zum Ausdrucken - kleine Videose-Sequenzen und Videoaufzeichnungen von Fernsehsendern u. a. sind dort aufgeführt.

www.papageienschutz.de

Zu dem kleinen Edelpapagei muss unbedingt ein gegengeschlechtlicher, artselber und altersmäßig ähnlicher Papagei möglichst schnell dazukommen! Tierheime anrufen etc. etc.. Aber keinen Papagei kaufen und bloß nicht von einem Züchter !!

Freundl. Gruß,

Elisab. Willich-Braune

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